Vision

Vichitra heißt vielfarbig, bunt, schillernd, mannigfaltig, seltsam, sonderbar, wunderbar, überraschend, merkwürdig, reizend, prächtig oder schön.

Yoga heißt Verbindung. Traditionell ist hier mit die Verbinding mit dem "was wirklich ist," mit dem Göttlichem, mit unserem "wahrem Selbst" gemeint. In der Verbindung, so heißt es in den 5,000 Jahre alten Texten, fällt die Illusion der Abgegrenztheit und Unterschiedlichkeit weg, und wir erkennen, dass alles, egal ob Mann oder Frau, Blume oder Kothaufen, Trauer oder Freude, alles Ausdruck des selben "göttlichem Ton" ist. Der Zustand in dem wir uns dieser Verbundenheit absolut bewusst sind, wird Samadhi oder Erleuchtung genannt.*

Diese beiden Worte verkörpern für mich das wunderbare Paradox, dass wir authentisch wir selbst sein müssen, unser buntes, seltsames, überraschendes, merkwürdiges Selbst, um erkennen zu können, dass wir alle Tropfen in dem selben Ozean sind. Oder anders ausgedrückt, glaube ich, dass echte Verbindung nur möglich ist, wenn wir echt wir selber sind. Diese Verbindung, die gelebte aber auch die gefühlte, ist für mich die Grundvoraussetzung für eine friedliche Welt. Denn wenn wir alle wüssten, wirklich wüssten dass wir in unserem Kern, niemals allein, niemals falsch, immer geliebt und komplett sicher. Wenn wir es in unserem eigenen Körpern spüren, dass unser Wohlergehen unüberwindbar verbunden ist, mit dem Wohlergehen aller Lebewesen, wie könnten wir dann noch uns selbst, der Natur oder anderen Leid zu fügen?

Meine Vision ist, dass Vichitra Yoga mit einer Methodenvielfalt - von physischen Asana Praxis, über Massagen bis hin zu Workshops zur weiblichen Ejakulation - einen Beitrag dazu leistet, dass sich immer mehr Menschen trauen, sich so zu zeigen wie sie sind.

So verletzlich, so stark, so liebesbedürftig, so sinnsuchend, so menschlich. Ich bin der Überzeugung, dass das ständige Unterdrücken der eigenen Gefühle, das Betäuben und das Wegschauen uns mittelfristig schwächt und uns unserem kreativem Potenzial beraubt. In dem wir lernen, alle Gefühle wahrzunehmen und uns liebevoll uns selbst zu zuwenden, lernen wir auch wieder uns einander zuzuwenden.

Ich habe die Hoffnung, dass aus dem wirklichem Wahrnehmen der eigenen Gefühle, aus dem Verständis des eigenem Leid, Mitgefühl erwächst, dass so verkörpert ist, dass es zur Handlung zwingt. Ich glaube, dass wir nicht länger wegschauen können, wenn wir den menschlichen Schmerz einmal ganz an uns heranlassen.

Ich wünsche mir, dass Vichitra Yoga ein Forum bietet, in dem wir uns gemeinsam bestärken, selbstzerstörerische Muster loszulassen und uns selber zu lieben. Ich möchte die Scham, die uns klein hält und die Kehle verschließt, verstehen und bekämpfen. Vichitra Yoga soll Kraft geben, soll Verbinden, soll uns helfen mutig zu sein.

Das ist vielleicht der Kern meiner Vision: Ich wünsche mir, dass wir uns hier gemeinsam mutig werden lassen. Mutig für uns selbst einzutreten, für unsere Wünsche, unsere Bedürfnisse, unser Begehren. Mutig, für die Welt einzutreten in der wir leben wollen. Egal ob auf der Matte, auf der Straße, im Bett oder im feministischem Kollektiv.

 

*Für eine genauere Ausführung siehe "The Living Gita" von Sri Satchitananada

Aktuelles

26.03.2019

Neuer Yoga Kurs

ab 16.4. im 7von8

immer von 17 bis 18:30

Selbstertanzung

jetzt immer Mittwochs von 16:00 bis 17:30 Uhr

Aufbegehren!

Workshops zu Sexualität und Selbstliebe jetzt auf https://www.aufbegehren.org/

  • w-facebook
This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now